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Brich auf zu neuen Ufern!

Juli 9, 2015
Brich auf

Warum war ich 7 Jahre Vegetarierin, bevor ich zur Veganerin wurde?

Im Jahr 2007 hat meine ganze Familie in der vorösterlichen Fastenzeit auf Fleisch & Fisch verzichtet. Mir hat in dieser Zeit nichts gefehlt, sodass ich auch über die Fastenzeit hinaus nicht wollte, dass ein Tier für mich sterben muss. Ab diesem Zeitpunkt, also ab meinem 15. Lebensjahr, habe ich vegetarisch gelebt, um der Tiere willen.

Da ich dachte, dass ich durch Milch, Käse & Co. ausreichend mit allen für meinen Körper wichtigen Stoffen versorgt bin, habe ich mir weiter keine großen Gedanken um meine Ernährung gemacht. Doch mein Interesse an allem, was mit Ernährung zusammenhängt, ist seit dem immer mehr gewachsen. Von veganer Ernährung habe ich zu jener Zeit nicht viel gehalten. Das lag daran, dass ich den Medien und anderen Kritikern geglaubt habe.

Irgendwann habe ich angefangen zu verstehen, dass Tiere nicht nur für Fleisch und Fisch, sondern auch dafür leiden müssen, dass ich Eier, Milch, Sahne, Käse und Quark essen kann. Also habe ich beschlossen, den veganen Anteil in meiner Ernährung zu erhöhen. Mein Vorteil dabei war, dass ich noch nie wirklich gern Joghurt, Quark oder Milch konsumiert habe. Das Buch „Anständig essen“ hat mich dann endgültig dazu bewogen, mich komplett vegan zu ernähren.

Experiment „vegan“

Durch eine sehr gute Freudin bin ich auf das Buch „Vegan for Youth“ und die damit verbundene Challenge aufmerksam geworden und wollte sie unbedingt testen. Ab 01.01.2014 startete für mich das Experiment „60 Tage vegan“ nach speziellen Regeln mit besonders antioxidantienreichen Lebensmitteln. In dieser Zeit habe ich sehr viele neue und außergewöhnliche Lebensmittel kennengelernt, von denen ich vorher noch nie etwas gehört hatte: z.B.  Quinoa, gepuffter Amaranth, Goji-Beeren und Pecan-Nüsse. Ich stand jede freie Minute in der Küche oder habe Blogs gelesen und Youtube-Videos zum Thema vegane Ernährung geschaut. Das ganze Thema hat mich einfach in seinen Bann gezogen und die vegane Küche hat mich überzeugt.

Die 60 Tage sind mittlerweile schon zu 1,5 Jahren veganer Ernährung geworden – nach meinen eigenen Regeln. Ich fühle mich super und kann dir nur raten: Mach dir selbst ein Bild. Schenk festgefahrenen, oft falschen Vorurteilen keinen Glauben, sondern recherchiere selbst. Probier es aus, es funktioniert wirklich! Es wird dir gut tun und du wirst dich besser fühlen als je zuvor. Und wenn nicht? Ich glaube nicht, dass das passiert, wenn du dich wirklich darauf einlassen willst. Aber falls doch, dann bist du eben um eine Erfahrung reicher und hast viel Neues kennengelernt. Einiges davon hat dir dann vielleicht so gut gefallen, dass du es in deinen Alltag integrieren willst, auch wenn du nicht komplett vegan leben möchtest.

Nur wenn du es selbst versuchst, kannst du dir deine eigene Meinung dazu bilden.Natürlich stößt man – besonders anfangs – oft auf Ablehnung und Unverständnis. Deshalb ist es besonders wichtig, dass du weißt, wie du damit am besten umgehst und wo du Zuspruch findest. Ich durfte dadurch so viele tolle Menschen kennenlernen, die sich für das interessieren, für das auch mein Herzchen schlägt…<3

Danke an alle Gegner des Veganismus, ihr habt mich stark gemacht!

Ich möchte an dieser Stelle mal allen danken, die meiner Ernährung kritisch gegenübergestanden haben und vielleicht auch noch stehen. Ein großer Dank geht an alle Zweifler, Schwarzmaler und an alle, die nicht müde werden immer wieder Argumente gegen meine rein pflanzenbasierte Ernährung vorzubringen. An alle, die „das nie könnten“ und denen das „gesundheitsgefährdend“ erscheint. An alle, denen eine vegane Ernährung „unnatürlich“ vorkommt (was ja eigentlich schon ein Widerspruch in sich ist), an alle, die das „etwas extrem“ finden und schließlich an all diejenigen, die Angst haben, dass ich jetzt endgültig verhungere.

Ihr alle habt mich motiviert zu recherchieren, was an diesen Vorurteilen dran ist, um mich beim nächsten Mal nicht mehr davon verunsichern zu lassen. Ihr habt mich mit euren Zweifeln in die Arme meiner Leidenschaft getrieben – in die Arme der veganen Ernährung und allem, was damit zusammenhängt. Ihr habt mich dazu bewogen, mich tiefgründig zu belesen und herauszufinden, wie ich es am besten anstelle mit der veganen Ernährung, um nicht an einem Mangel zu leiden, sondern um mich rundum wohl zu fühlen.

Danke natürlich auch an alle, die mich von Anfang an unterstützen, die akzeptieren, wie ich leben möchte und sogar teilweise mitziehen.

Veränderung erfordert Mut. Trau dich! Probier es aus und lass dich darauf ein, Neues auszuprobieren. Ich helfe dir dabei.

Brich auf zu neuen Ufern!

 

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